Projektträger

Erfahrungsberichte

Unser erstes Jahr mit dem Bauorden

Wir, ein kleiner rumänischer Verein Copiii Europei, arbeiten aus einer christlichen Motivation heraus in Rumänien und Deutschland für das Land mit dem Anspruch der Hilfe zur Selbsthilfe. Dabei ist uns wichtig mit allen Völkergruppen und religiösen Zugehörigkeiten Rumäniens zusammen zu arbeiten, uns dabei zu achten und zu schätzen. Das ist eine sehr herausfordernde Arbeit, kaum vorhersehbar, nicht leicht und damit immer spannend!

Verschlungen waren die Wege, welche uns zum Bauorden brachten und viele Fragen hatten wir. Aber jetzt sind wir voller Freude, Achtung und Dankbarkeit. Zum Bauorden kamen wir über einen ehemaligen Teilnehmer Alexander Borchert, welcher bei uns in Rumänien ein Praktikum absolvierte. Er sah die umfangreichen Arbeiten und empfahl uns den Bauorden um Mithilfe zu bitten. Schließlich besuchte uns Peter Runck zu einem „Wohnstubengespräch“ bei Kaffe und Kuchen und beschloss unser Projekt vom Bauorden unterstützen zu lassen.                    

Wir waren voller Vorfreude aber auch Spannung den Ansprüchen des Bauordens nicht gerechnet zu werden – 8 Stunden harte Arbeit an 5 Tagen in der Woche. Arbeit haben wir wirklich genug, nicht unbedingt schöne Arbeiten, aber alle irgendwie wichtig. Dazu kam, dass wir einen heißen Sommer in Rumänien hatten und die Temperaturen gegen 50 Grad stiegen – und dann 8 Stunden lang harte Arbeit!

So konnten in dieser Zeit: das Schulzimmer für Romakinder entkernt werden, der Dachboden des Bildungs- und Begegnungshauses von zwei LKW Hängern Bauschutt befreit werden, der Hausbrunnen, der Elvira eines Tages mit Wasser versorgen möge, um einen Meter erweitert werden, und die Holzscheune aufgeräumt und das seid vielen Jahren darin liegende Holz gehackt werden.

Das schöne an der Begegnung mit den jungen Menschen vom Bauorden war immer wieder, dass sie wirklich motiviert waren etwas Sinnvolles zu tun und sie sich auch nicht von den hohen Temperaturen abschrecken ließen. Sie waren lebensfroh und uns, als Organisation, sowie Rumänien gegenüber aufgeschlossen, keiner von ihnen war vorher in diesem Land.

Die Arbeit wurde ganz genau von den Nachbarn beobachtet und führte nach einiger Zeit dazu, dass sie Käse und Kuchen für die fleißigen jungen Leute brachten. Dabei erzählten sie uns, wie sehr sie sich freuen, dass der Pfarrgarten und das Pfarrhaus so gut gepflegt wurden.

Wir hatten uns vorgenommen die IBO-Freiwilligen nicht nur arbeiten zu lassen sondern ihnen auch etwas vom Land zu zeigen. So gab es an einem Wochenende einen Ausflug mit dem Pferdewagen ins Nachbardorf zu einer Kirchenburg, welche noch gut erhalten ist und zum UNESCO Kulturerbe gehört. Wir haben zusammen gekocht und einen für Siebenbürgen üblichen Sonntaggottesdienst besucht. Im Dorf konnten wir miterleben wie 25kg Mehl zu vielen lecker hausgebackenen Broten verarbeitet wurden und anschließend verkosten! Da beide Gruppen ab Bukarest geflogen sind, konnten sie sich auch noch das Gegenteil zum Leben auf dem Lande ansehen. Wir denken, dass sie somit einen ersten Eindruck von Rumänien gewonnen haben – Rumänien, ein Land voller Widersprüche.

Wir möchten uns noch einmal ganz herzlich bedanken, bei den fleißigen Freiwilligen und dem deutschen Bauorden – mit eurer Hilfe konnten wir Dinge erledigen, die wir nicht ohne euch dieses Jahr bewältigt hätten.“

Frank Roth, Copiii Europei, Ev. Pfarrhaus Stein/Dacia (Rumänien)

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