Russische Organisation Memorial erhält Sacharow-Preis 2009 . . .
Die russische Menschenrechtsorganisation Memorial erhält den diesjährigen Sacharow-Preis für Menschenrechte des Europaparlaments. Die EU-Volks-vertretung würdige damit den mutigen Einsatz der Menschenrechtsaktivisten, die in Russsland "nach der Wahrheit suchen", sagte der polnische Parlaments-präsident Jerzy Buzek in Straßburg.
Der Internationale Bauorden arbeitet seit 2008 mit „Youth Memorial“ in Perm zusammen. Gemeinsam mit dem “Center for the Support of Democratic Youth Initiative” wurde in diesem Somme ein Baucamp in Perm organisiert, bei dem einem Zentrum für Straßenkinder geholfen wurde.
Der Sacharow-Preis soll am 16. Dezember in Straßburg drei Mitarbeitern von Memorial überreicht werden. Die Auszeichnung solle ihnen helfen, gegen die Angst vor Verfolgung anzukämpfen. Die Memorial-Mitarbeiter Oleg Orlow, Sergej Kowaljow und Ljudmila Alexejewa erhalten den Preis dem Beschluss des Parlaments zufolge stellvertretend für "alle, die sich in Russland für Menschenrechte einsetzen".
Der heute mit 50.000 Euro dotierte "Sacharow-Preis für geistige Freiheit" wurde 1988 geschaffen, ein Jahr vor dem Tod des Namensgebers, des russischen Physikers, Regimekritikers und Friedensnobelpreisträgers Andrej Sacharow. Die Auszeichnung würdigt Menschen und Organisationen, die sich besonders mutig für Menschenrechte und Meinungsfreiheit einsetzten.
. . . und den Victor-Gollancz-Preis der Gesellschaft für bedrohte Völker
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt ausdrücklich, dass das Europäische Parlament in diesem Jahr die russische Menschenrechts-organisation Memorial mit dem renommierten Sacharow-Preis auszeichnen wird. "Vor wenigen Wochen hatte die GfbV die Entscheidung getroffen, ihren Menschenrechtspreis, der nach dem großen Humanisten Victor Gollancz benannt ist, in einem Festakt am 14.November an die Organisation Memorial sowie den brasilianischen Indianermissionsrat CIMI zu verleihen. Diese Wahl fand nun in der Entscheidung des Europäischen Parlamentes nochmal eine schöne Bestätigung", sagte der GfbV-Bundesvorsitzende Tilman Zülch in Göttingen.
"Wir wünschen Memorial sehr, dass die internationalen Menschenrechtspreise, die die Organisation in diesem Jahr erhält, auch die von den Preisverleihern erwünschte Wirkung erzielt, nämlich den Schutz der Menschenrechtsverteidiger in Russland - besonders auch im Nordkaukasus - sowie die Anerkennung ihrer einzigartigen und für Russland so wichtigen Arbeit durch die russische Gesellschaft und Regierung", erklärte Zülch.
