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Arbeiten für ein Dankeschön

Jugendliche aus vier Ländern schaffen Abenteuerspielplatz in Obrigheim

Worms / Ludwigshafen (nkö). Elf Jugendliche aus Russland, der Slowakei, Belgien und Deutschland bauen im rheinland-pfälzischen Obrigheim einen Abenteuerspielplatz für Kinder um. Organisiert wird das Projekt vom internationalen Bauorden (IBO), einer internationalen Organisation, die mit Hilfe von Ehrenamtlichen soziale und gemeinnützige Einrichtungen unterstützt. In so genannten Baucamps helfen vor allem Jugendliche bei Bau- und Renovierungsarbeiten, ohne dafür bezahlt zu werden. Der Bauorden ist mit Projekten hauptsächlich in Mittel- und Osteuropa tätig. Seinen Standort hat das Bauordenbüro in Ludwigshafen. Die Jugendlichen aus Osteuropa und Deutschland sind im Alter zwischen 17 und 28 Jahren. Sie studieren, machen eine Ausbildung oder sind bereits berufstätig. Neben dem Anliegen zu helfen, führten sie auch noch andere Gründe nach Deutschland. "Ich möchte meine Deutschkenntnisse verbessern", verrät Jessi aus Belgien.

Viele ihrer Campfreunde schließen sich dieser Aussage an. Untereinander versuchen sie deutsch zu sprechen. Benjamin aus Gernsheim hofft neue Freunde zu finden, Spaß zu haben und neue Erfahrungen zu sammeln. Die jungen Teilnehmer haben bereits eine Woche in Obrigheim verbracht und werden noch eine weitere Woche helfen den Abenteuerspielplatz umzubauen. Der Spielplatz wurde auf dem Gelände einer denkmalgeschützten "Inselmühle" angelegt. Mit Barfußpfad, Irrgarten und Hüpfparcours soll ein Paradies für Kinder entstehen. Ihre Aufgaben bestehen zur Zeit in Gartenarbeit und Landschaftspflege. Die freie Zeit am Wochenende nutzten sie, um Straßburg und Mannheim zu besuchen.

 

 

MdB Klaus Hagemann (2. v.r.) traf die Freiwlligen zu einem Gespräch über Europa.

 

Gestern trafen die Campteilnehmer Bundestagsabgeordneten Klaus Hagemann (SPD) in Worms. "Es ist fast schon Tradition, dass wir uns zu einem Gespräch mit Klaus Hagemann treffen", erzählte IBO-Geschäftsführer Peter Runk. Vor Ort hatte es bereits in den vergangenen Jahren mehrere Projekte des Bauordens gegeben, wie zum Beispiel die Renovierung der jüdischen Trauerhalle.

"Sieben weitere Projekte beginnen bald in Deutschland", teilte Peter Runk bei dieser Gelegenheit mit. Auch in Ludwigshafen startet anfang August ein Baucamp. Der Wildpark in Ludwigshafen-Rheingönheim soll mit Hilfe von zehn Freiwilligen erneuert werden. Auf die Helfer warten Aufgaben wie Zäune aufstellen und Gehege bauen sowie Zimmermannarbeiten. Mit ihrem Einsatz soll die Gruppe helfen, die Tierhaltung im Wildpark zu verbessern.

Beim letzten Projekt in Ludwigshafen im Juli unterstützte ein Baucamp-Team die Veranstalter des "Inselsommers".

aus: Wormser Zeitung, vom 24. Juli 2009

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