Europa wird lebendig
Erfolgreiches Jahr 2008 beim Internationalen Bauorden
Anpacken statt immer nur reden“. Über 2400 junge Menschen folgten im vergangenen Jahr 2008 diesem Aufruf des Internationalen Bauordens (IBO) und erlebten in 18 europäischen Ländern spannende Baucamps. Den Schwerpunkt der Bauorden-Aktivitäten bildeten Projekte in Mittel- und Osteuropa. Dort halfen die Freiwilligen Kindergärten, Schulen und Waisenheime, Altenheime, Pilgerherbergen und Kirchen zu renovieren. Die Freiwilligen des Bauordens spendeten dabei über 266.000 Stunden Muskelkraft für Europa.
In Deutschland organisierte die Hilfsorganisation 58 Baucamps mit 483 Freiwilligen aus ganz Europa. Verstärkt fanden im vergangenen Jahr Bauwochen in der Metropolregion Rhein-Neckar statt. Junge Männer aus Simferopol halfen bei Renovierungsarbeiten in Heidelberg und Meckesheim. Das Projekt „Internationale Bauwochen zum Schutz der alten Heilig-Kreuz-Kirche in Worms-Horchheim" mit Helfern aus Republik Baschkortistan wurde von der Stiftung Deutscher Denkmalschutz mit einem Förderpreis ausgezeichnet. Freiwillige aus Polen, den Niederlanden und Litauen unterstützen das Kulturprojekt „Inselsommer“ in Ludwigshafen. Zu den jungen Helfern gesellten sich europaweit wieder 160 Senioren, die entweder in eigenen Seniorencamps oder in generationsübergreifenden Bauwochen kräftig mit an packten. ZDF und ARD berichteten in kleinen Reportagen mehrmals über die Arbeit des Bauordens. „Junge Menschen waren bereit sich zu engagieren und der Bauorden ermöglichte sinnvolles Engagement“, so fasst der IBO-Geschäftsführer Peter Runck (48) die Bauordensarbeit 2008 zusammen. „Und Spaß machte das Ganze den Freiwilligen auch“, so Runck weiter. „Beim Bauorden wird Europa lebendig“.
Flagge zeigte der IBO beim Katholikentag in Osnabrück sowie beim rheinland-pfälzischen Ehrenamtstag in Diez. Für mehr Freiwilligenarbeit und bürgerschaftliches Engagement warb der
Finanziell getragen wird die Bauordenarbeit von einem bundesweiten Spenderkreis, überwiegend ehemalige Freiwillige. Einzelne Projekte wurden aus dem EU-Programm „Jugend in Aktion“ sowie von der Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ teilfinanziert, die Bauwochen in Deutschland vom Bund aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans unterstützt.
Derzeit laufen in der Ludwigshafener Geschäftsstelle des Bauordens die Vorbereitungen für die Bauwochen 2009 auf Hochtouren. Denn auch in diesem Jahr heißt es wieder: „Anpacken statt immer nur reden“.
